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Raum, Zeit, Leben und Materie
von Dr.med. H.P.Seiler
8. Der rotierende Ringwirbel als Modell des Elektrons
Etwa um die gleiche Zeit hatte aber auch die lebensenergetische Äthertheorie einen großen Fortschritt zu verzeichnen: Ein Vertreter der Mesmerschen Schule, der Amerikaner Babbit, entwickelte ein Äthermodell der Materie, das als sehr interessante Weiterentwicklung des geradlinigen Ringwirbels eine auch um die Zentralachse rotierende Variante als Teilchenmodell beinhaltete. Er gelangte damit - wohlverstanden einige Jahre vor der Entdeckung des Elektrons und etwa ein halbes Jahrhundert vor derjenigen des Positrons - zu der Annahme, daß ein polares, von ihm als lebendige weiblich-männliche Dualität bezeichnetes Teilchenpaar am Anfang der Reihe der materiellen Partikel stehen müsse.
Wie es schon bei Mesmers lebensenergetischer Äthertheorie der Fall war, interessierte sich auch für Babbits Entdeckung kaum jemand - am wenigsten die Physiker. Nur die theosophische Gesellschaft übernahm sein angeblich von höheren Geistwesen übermitteltes Modell in ihre "okkulte Chemie", welche von der spirituellen Forscherin Annie Besant herausgegeben wurde.
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| Abb. 14: |
Die Umwandlung des einfachen Ringwirbels durch eine zusätzliche Rotation um die Zentralachse in die zwei spiegelbildlichen Varianten des rotierenden Ringwirbels. |
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| Abb. 15: |
Der rotierende Ringwirbel mit kugelförmig ergänzter Strömungshülle. Die Strukturvariante links stellt im Kosmonenmodell ein Elektron dar, diejenige rechts ein Positron. Darunter Babbits Originaldarstellung der weiblich-männlichen Urpolarität der Materie. |
Wie Abb. 15 zeigt, kann Babbits Modell mit seinem spiralig auf- und absteigenden Strömungsverlauf besser in der Kugel- als in der Ringgestalt dargestellt werden. Damit wird der Partikelcharakter dieser Strömungsstruktur noch zusätzlich betont.
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| Abb. 16: |
Die Strömungshüllen zweier Elektron-Ringwirbel können auch in den beiden einem anziehenden Magnus-Effekt entsprechenden Positionen ihres Drehmomentes nicht zu einem parallelen Verlauf gebracht werden. Somit erfolgt eine Abstoßung. Für das spiegelbildliche Elektron-Positron-Paar hingegen ist eine anziehende Position ohne weiteres möglich. |
Wie die obigen Abbildungen zeigen, weisen die beiden spiegelbildlichen Strukturvarianten des rotierenden Ringwirbels infolge der Rotation um die Zentralachse wieder einen Drehimpuls um die Zentralachse auf und haben damit nach dem Kosmonenmodell ein magnetisches Moment. Infolge der Kombination der beiden Rotationskomponenten (das Teilchen rotiert ja sowohl um die Zentral- als auch um die Ringachse) weist seine Strömung nun einen spiraligen Verlauf auf. So entstehen zwei unverwechselbare, spiegelbildliche Strukturvarianten dieser Wirbelform.
Was liegt näher, als diese neue polare Eigenschaft unseres Äther-Teilchenmodells mit der bisher noch fehlenden Elementareigenschaft der Materie zu identifizieren, nämlich der elektrischen Ladung? In diesem Fall müßte aufgrund unserer heutigen Kenntnis der Teilchenphysik Babbits weiblich-männliches Urteilchenpaar dem Elektron-Positron-Paar entsprechen. Dieses Paar stellt ja das kleinste potentiell im Raum ruhende subatomare Partikel dar und ist gleichzeitig auch Träger der beiden elektrischen Elementarladungen - und +. Zudem wissen wir aus der Teilchenphysik, daß Elektron und Positron auch ein magnetisches "Spin"-Moment aufweisen und als Teilchen und Antiteilchen einander spiegelbildlich sind.
Wie in Abb. 16 dargestellt, zeigen die Strömungswechselwirkungen der beiden Varianten des rotierenden Ringwirbels in ihrer Wechselwirkung genau das Verhalten, das wir von den Trägern der elektrischen Elementarladungen erwarten: Die Strömungshüllen zweier gleichnamiger rotierender Ringwirbel lassen sich auch bei völliger Bewegungsfreiheit im Raum nicht zur Deckung bringen. Die Strömung im Berührungsbereich stößt auch bei anziehender Position des Drehmomentes rechtwinklig aufeinander und wird dadurch partiell abgebremst. Damit fließt die unbehinderte Ätherströmung an den voneinander abgewandten Seiten der beiden Partikel schneller als an der Berührungsfläche ihrer Strömungshüllen, woraus eine Abstoßung erfolgen muß. Zwischen dem ungleichnamigen Elektron-Positron-Paar hingegen kann sich ein völlig paralleler Ätherfluß einstellen, wodurch die Strömung im Berührungsbereich beschleunigt wird. Sie fließt damit schneller als auf der Gegenseite, woraus sich eine der elektrostatischen Attraktion entsprechende Sogwirkung zwischen den Teilchen ergibt.
Damit kann aus den schon recht weit entwickelten Ätherwirbeltheorien der Neuzeit, welche Ende des letzten Jahrhunderts unmittelbar vor der Durchsetzung der Relativitätstheorie ihren Höhepunkt erreichten, bereits das wichtigste formale Element der Kosmonentheorie entwickelt werden, nämlich der rotierende Ringwirbel. So kompliziert diese dreidimensionale Strömungsform auf den ersten Blick auch wirken mag, entspricht sie doch weitaus den meisten in der realen Natur vorkommenden Wirbeln, so z. B. dem beim Umrühren in einer Tasse entstehenden Wirbel (s. Abb. 17) und den meisten sonstigen realen Wirbelprozessen in Wasser und Luft. Selbstredend muß nun aber noch gezeigt werden, daß das Äther-Wirbelmodell auch die Struktur der komplexeren Elementarteilchen, insbesondere der massehaltigen Kernbausteine (Nukleonen) erklären kann. Hierbei wird uns in Analogie zum zweidimensionalen Wirbelmodell der Masse ein aus vier Elektron-Positron-Elementen zusammengesetztes Teilchen als wahrscheinlichster Kandidat für ein elektromagnetisches Modell der Materie besonders interessieren.
Insbesondere aber muß noch die heikle Frage geklärt werden, inwiefern allenfalls ein modernes, bioenergetisches Äthermodell mit den Erkenntnissen der Relativitäts- und der Quantentheorie vereinbar ist.
Bevor wir auf diese Themen noch kurz zu sprechen kommen, soll aber die Geschichte des Ätherwirbels noch etwas weiter zurück in die früheste Wissenschaftsgeschichte und sogar noch etwas darüber hinaus in die Vergangenheit zurückverfolgt werden. Hieraus ergeben sich nämlich einige wichtige Anknüpfungspunkte gerade im Hinblick auf die obige Fragestellung.
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