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Wissenschaft im nächsten Jahrhundert - Der Paradigmenwechsel wird heftiger sein als erwartet
Autor:
Dr.rer.nat. Matthias Kleespies
Wissenschaft entspringt dem menschlichen Streben nach Selbsterkenntnis - der Mensch möchte wissen, wo er selbst und in Bezug zu seiner Umwelt (neuesoterisch auch "Mitwelt") steht. Wissenschaft ist damit so alt wie die Menschheit selbst. Erstaunlicherweise war Wissenschaft immer schon institutionalisiert; im Altertum waren wissenschaftliche Erkenntnisse meist wohl gehütetes Geheimnis der Priesterschaft, und heutzutage geben wir die Erlangung wissenschaftlicher Erkenntnisse (gar zu gerne?) in die Hände der Wissenschaftler. Dabei betreibt jedes Kind Wissenschaft, wenn es voller Freude und Neugier beginnt, seine Welt intuitiv zu entdecken. Diese Beobachtung ist keineswegs banal; der Artikel wird zeigen, wie wir alle wieder lernen können, wissenschaftlich - im Sinne von Wissen schaffend - tätig zu werden und dabei vollkommen autonom uns selbst und unseren Platz in der Welt zu finden.
Während im Altertum die Erlangung wissenschaftlicher Erkenntnisse eng verbunden war mit der zutiefst religiösen Frage "Wer sind wir, und wo ist unser Platz in der Welt und im Universum?", wurde in der Neuzeit während des Zeitalters der Aufklärung die spirituelle Dimension des Forschens durch einen einschneidenden Paradigmenwechsel im 17. Jahrhundert durch zunehmende allgemeine Akzeptanz des Newton-Descartesschen Weltbildes als zutiefst unwissenschaftlich verbannt - Wissenschaft und Religion galten fortan als unvereinbare Gegensätze.
Passend zum Jahrtausendwechsel wird viel von einem neuerlichen Paradigmenwechsel gesprochen. Lange etablierte wissenschaftliche Erklärungsansätze und Theorien erweisen sich als falsch oder zumindest unzureichend zur Erklärung unserer anscheinend immer chaotischer werdenden Welt. Wie aber wird das neue Paradigma aussehen? Wird die Chaostheorie unser künftiges Weltbild beherrschen? Reicht es aus, den lange postulierten und inzwischen nachgewiesenen Äther als Basis aller physikalischen Effekte in der Wissenschaft zu etablieren? Reicht es aus, durch zunehmende Erkenntnisse der Quantenphysik "Gott" als wissenschaftliche aber weiterhin unerforschliche Hypothese wieder zuzulassen? Wichtiger noch: Wie wird Wissens- und Erkenntnisgewinnung künftig aussehen, und wie wird sich die Art der künftigen Wissensgewinnung auf die wissenschaftliche Methodik auswirken?
Wer meint, die Beantwortung dieser Fragen könne nur spekulativer Natur sein, offenbart, daß er den Paradigmenwechsel noch nicht vollzogen hat. Es gibt nicht nur unausweichlich präzise Antworten auf diese Fragen; die Wissenschaft des nächsten Jahrhunderts wurde in einem Pilotprojekt mit überwältigendem Erfolg bereits praktiziert.
Der zentrale Schwachpunkt des Newton-Descartesschen Weltbildes
Das Newton-Descartessche Weltbild, die Vorstellung des Universums und der Erde als ein ewig nach mechanisch-linearen Gesetzen ablaufendes Uhrwerk, dürfte den geschätzten Lesern hinlänglich bekannt sein. Für die folgende Diskussion soll deshalb lediglich das zentrale Dogma dieses Weltbildes noch einmal hervorgehoben werden: die deduktive Erforschung des ausschließlich Physischen.
Das Newton-Descartessche Weltbild ist bis heute Grundlage der Mainstream-Wissenschaften. Nur so ist erklärbar, daß die These vom Urknall (die Initialisierung des Uhrwerks), Darwins Lehre von der ewig gleichförmigen und strikt sequentiellen Evolution der Arten als Folge eines simplizistischen Auslesemechanismus und Einsteins Theorie der nicht übertreffbaren Geschwindigkeit des Lichts bis heute von der Mehrzahl der Wissenschaftler beinahe sektiererisch verteidigt werden.
Dies ist einerseits nicht verwunderlich, weil das herrschende Paradigma uns bis vor kurzem gute Dienste zu leisten schien und Wissenschaft und Technik von einem gewissen naiven Standpunkt aus betrachtet zweifellos große Erfolge feiern. Die Unzulänglichkeiten des allgemein akzeptierten geistigen Überbaus unserer Gesellschaft werden erst in den letzten Jahren mehr und mehr offenbar. Erstaunlich ist dabei weniger die Tatsache, daß dieses Paradigma aus heutiger - gerade auch wissenschaftlicher - Sicht an Realitätsferne kaum zu überbieten ist, sondern vielmehr, daß in einer Zeit, in der sich das Wissen der Menschheit alle 10 - 20 Jahre verdoppelt, ein mehr als 300 Jahre altes Paradigma immer noch tauglich sein soll, die Welt und unsere Herkunft für jeden nachvollziehbar zu erklären.
Die Mehrheit der Wissenschaftler scheint das Newton-Descartessche Weltbild ziemlich unreflektiert so weit verinnerlicht zu haben, daß ihnen dieser Umstand überhaupt nicht auffällt. Ein wichtiger Grund hierfür könnte sein, daß die Sichtweise von der Welt als Uhrwerk die Illusion ihrer
Voraussagbarkeit implementiert und die Menschen hierdurch Macht über ihre Lebensumstände und die - neuerdings immer bedrohlicher erlebte - Umwelt zu erlangen glauben. Die Illusion der auf unserem heutigen Paradigma beruhenden Vorhersagbarkeit nach anerkannt wissenschaftlichen Kriterien muß allerdings wie eine Seifenblase zerplatzen, sobald seine Konsequenzen in bezug auf wissenschaftlich zu treffende Vorhersagen bedacht werden. Wenn wissenschaftliches Vorgehen bedeutet, daß 1.) nur Physisches und 2.) das Physische ausschließlich deduktiv erforscht werden soll, ist jede wissenschaftliche Vorhersagbarkeit von vornherein ausgeschlossen. Zukunft oder das Verhalten bestimmter "Systeme" bei auch nur minimalster Veränderung der - erforschten! - Randbedingungen läßt sich allenfalls mathematisch ableiten, nicht aber deduktiv ergründen. Deduktives Erkennen des Vorhergesagten würde ja bedeuten, daß der vorhergesagte Zustand bereits physisch eingetreten ist - ein klassisches unlösbares Paradoxon. Die wissenschaftliche Erforschung physisch noch nicht eingetretener Zustände schließt unser heutiges Paradigma per kategorischem Imperativ aus. Darüberhinaus vereitelt der unersetzliche "Zufall", der heute längst die - wissenschaftlich akzeptierte, wenn auch selbstverständlich so nicht betrachtete - mystische Schöpferrolle übernommen hat (auch bei jeder Wahrscheinlichkeitstheorie behält der Zufall schlußendlich die Oberhand), jede
mathematische,
rationale Vorhersagbarkeit. Selbst
wenn unsere Welt absolut linear oder sonstwie deterministisch aufgebaut wäre, würde der Zufall an irgendeinem Rädchen des Uhrwerks drehen und damit alle Hoffnung auf (letztendlich seine eigene) vorhersehbare Ergründbarkeit zunichte machen.
Unsere Erfahrung lehrt uns zwar, daß wir das Verhalten vieler technischer Systeme innerhalb weit gefaßter Grenzen zutreffend vorhersagen können, und wir können auch mit ziemlicher Sicherheit abschätzen, daß wir morgen noch die gleichen sind wie heute, aber mit dem heutigen Paradigma
wissenschaftlich begründen oder untermauern können wir all dies nicht. Das heutige Paradigma verdammt uns dazu, solange wir Wissenschaftlichkeit beanspruchen, selbst der Gegenwart immer einige Sekunden hinterherzuhinken.
Aus Sicht des heutigen Paradigmas ist schöpferische Tätigkeit unwissenschaftlich, antizipierend und daher mystisch, und das Mystische beherrschen wir nicht. Es ist daher nicht nur nicht verwunderlich, sondern systemimmanent unumgänglich, daß beispielsweise die Gentechnik fast permanent unvorhersagbare oder nicht reproduzierbare Resultate liefert. Sobald wir an
irgendeinem, erst recht lebendigem, Rädchen drehen (also in die Zukunft gestaltend eingreifen), bewegen wir uns wissenschaftlich im luftleeren Raum und können erst nach der physisch Realität gewordenen Veränderung - oft mit Staunen - überhaupt wieder beginnen, erneut wissenschaftlich tätig zu werden. Wir sollten langsam beginnen, uns freudig zu wundern, daß viele Abläufe mit hinreichender Genauigkeit rational antizipiert werden können, anstatt diese Ausnahmezustände nach wie vor als Ankerpunkte der Welt zu betrachten.
Mit der Offenbarung des Paradoxons wissenschaftlicher Prognostizierbarkeit ist selbstverständlich auch allen prognostizierenden wissenschaftlichen Gutachten das selbstgebaute unwissenschaftliche Fundament entzogen. Der Wissenschaft als solcher und vor allem ihrer Glaubwürdigkeit würde es gut anstehen, wenn dieses logisch nicht zu widerlegende Dilemma endlich reflektiert und vor allem öffentlich zugegeben würde. Wenn die Wissenschaftler handelnd erkennen würden, daß jede Prognose notwendig in den Bereich des Mystischen fällt und nach heutigem Mainstream-Verständnis eben unwissenschaftlich ist (was vermutlich außer sie selbst niemanden stören würde, weil Antizipieren zu unseren Lieblingsbeschäftigungen zählt und wir den Wissenschaftlern wahrscheinlich ihre Prognosen auch wissenschaftlich unverbrämt glauben würden), könnte die Wissenschaft viel von ihrer einstigen Unschuld und Erhabenheit zurückerlangen.
Wissenschaftliche Grundlagen des "Neuen Paradigmas"
Bereits 1927 erkannte Werner Heisenberg, daß die Atome nicht - wie zuvor von Niels Bohr angenommen - aus festen Teilchen, sondern nur als eine Art Wahrscheinlichkeitswolke existieren und ihre Position - oder Geschwindigkeit - erst unter dem beobachtenden Bewußtsein eines Beobachters preisgeben. Seitdem ist viel passiert. Die Quantenphysiker wissen längst, daß je mehr sie auf der Suche nach immer kleineren Teilchen in die Materie einzudringen versuchen, sich ihnen Effekte offenbaren, die immer weniger mit linearen oder auch nur Wahrscheinlichkeitsgesetzmäßigkeiten erklärbar sind, da die Vorgänge in der beobachteten subatomaren Mikrowelt untrennbar mit der Makrowelt des Beobachters verbunden sind (1). In Innsbruck gelang es kürzlich (1998) Physikern, ein Photon unter kontrollierten Laborbedingungen zu teleportieren, also an einem Ort A verschwinden und an einem anderen Ort B wieder auftauchen zu lassen (2). Der Physiker, Chemiker und Nobelpreisträger Ilya Prigogine brachte in den 70er Jahren den als unumstößlich geltenden 2. Hauptsatz der Thermodynamik ins Wanken, weil er beobachtet hatte, daß bestimmte Chemikalien nach ihrer Vermischung einen Zustand größerer Ordnung und nicht - wie durch den 2. Hauptsatz vorausgesagt - Unordnung hervorbringen. Seine "dissipativen Strukturen", auch als Selbstorganisation bezeichnet (zur Verbindung zwischen Geist und Selbstorganisation siehe weiter unten), wurden mittlerweile auch in der Biologie (beim sogenannten self assembly viraler Proteine oder makroskopischer beim Schleimpilz
Dictyostelium), in Fließbewegungen und Wirbeln, im Wachstum von Termitenbauten und Städten, bei der Bildung von Sternen und Galaxien oder der chemoelektrischen Signalübertragung des menschlichen Gehirns entdeckt (1). Inzwischen hat sich die Erforschung der Selbstorganisation zur Chaostheorie gemausert, ohne die heute - fast - nichts mehr geht.
Auch für das System Erde als solches wurde eine ganz neue Hypothese geformt - die Gaia-These von Lynn Margulis und James Lovelock. Diese Theorie betrachtet die Erde nicht als eine tote Steinkugel mit unbelebter Natur, an die sich im Laufe der Evolution die verschiedensten Lebewesen anpaßten, sondern sieht unseren Planeten mit all seinen vielfältigen Lebensformen als
einen Super-Organismus an. Gesteinsformationen, Hydro-, Atmosphäre und Lebewesen haben sich demnach durch vielfältige gegenseitige Wechselwirkungen geformt. Lovelock geht sogar so weit, eine Vielzahl von Gesteinsformationen als biologischen Ursprungs anzusehen (3). Gaia bezeichnete im Griechischen die Erdgöttin - die alte mystisch-mythische Vorstellung der "Mutter Erde" wird langsam auch wissenschaftlich wieder hoffähig. Interessant ist, daß viele Astronauten von ihren Missionen im All oder auf dem Mond mit der inneren Erkenntnis der Erde als Lebewesen zurückkamen. Aus der Perspektive des Weltraums betrachtet haben Menschen offenbar keine Probleme, sie mit ihren fraktalen Formationen und den pulsierenden Wolkenmustern als Lebewesen zu identifizieren. Der amerikanische Astronaut Rusty Schweickart gründete nach einem derartigen Erlebnis sogar eine internationale Raumfahrervereinigung mit dem Ziel, die Wahrnehmung der Erde als Lebewesen publik zu machen.
Biologen wie der Freiburger Professor Günter Altner scheuen sich nicht mehr, in öffentlichen Interviews über die Selbstorganisation folgendes auszusagen: "... Das zweite, was bei der Selbstorganisation auffällt, ist, daß hier in die Naturwissenschaften ein Begriff eingeführt wird, >Selbst<, der von seinem Inhalt her geradezu nicht-objektiv ist. ... und insofern kommt man, denke ich, wenn man das sauber, naturwissenschaftlich, systematisch diskutiert, immer wieder auf die Gottesfrage zurück." (1). Auch Fritz Albert Popp (Biophotonen) und Rupert Sheldrake (Morphogenetische Felder) haben mit ihren Forschungen und Hypothesen einiges dazu beigetragen, das alte rein materialistische Weltbild zumindest als wesentlich zu eng gefaßt zu hinterfragen.
In letzter Zeit schließlich überschlagen sich die Ereignisse: In Köln wird die Lichtgeschwindigkeit gleich mehrfach übertroffen, Siegfried Prumbach entdeckt die pentagonale Energiestruktur der Erde (wieder), Eduard Krausz findet Beweise für die Existenz des "Äthers" und Wilhelm Brinkmann erklärt viele physikalische Effekte mit "Ein- und Auswirbelungen" (4).
Das neue Paradigma geht also bereits wesentlich über die herrschende Vorstellung der Welt und des Universums als einer in zeitlich linearer Abfolge aufgrund von Zufallswahrscheinlichkeiten entstandenen Diversifizierung der Materie hinaus. Für das neue Paradigma sind die Begriffe "Geist", "Selbst" oder "Gott" nicht länger wissenschaftlich verpönt, sondern gewinnen langsam ihren seit alters her eingenommenen Stellenwert als Ursache mindestens der Selbstorganisation, also der Zunahme der Ordnung im Chaos, zurück.
Und jetzt? Was fangen wir mit dem neuen Paradigma an? Inwiefern bringt es uns weiter, zu wissen, daß wir den Geist nicht länger leugnen können? Inwiefern beschleunigen diese (neuen?) Erkenntnisse die technisch-wissenschaftliche Entwicklung, oder mehr noch, leiten sie in eine Richtung, in der wir endlich in harmonische Kooperation mit Gaia eintreten können?
Wichtige Entwicklungen, wie etwa die "Freie Energie" schreiten viel zu langsam voran, und das nicht nur aus politischem Unwillen, sondern leider auch aus wissenschaftlicher Ratlosigkeit. Wer die metaphysische Nullpunktenergie nutzen will, kommt eben deduktiv alleine nicht weiter.
Bei Lichte betrachtet ist das "neue Paradigma" nämlich nicht viel mehr als das alte in neuem Gewande. Die Grundthese, daß nur das Physische deduktiv erforschbar, der Geist aber ewig unerforschlich sei, ist nach wie vor unantastbar.
Alle oben beschriebenen neuen Erkenntnisse wurden
deduktiv durch Beobachtung oder zumindest Reflexion der
Materie gewonnen.
Auf den Punkt gebracht könnte man das neue Paradigma auch so formulieren: "Wir haben Gott nun wissenschaftlich bewiesen und wollen ihn deshalb wieder in unser Weltbild integrieren".
Diese mehr als faustische Selbstüberschätzung zementiert das anthropozentrische Weltbild eher, als uns zur dringend notwendigen Bescheidenheit gegenüber der Ursache allen Seins zurückfinden zu lassen. Während das alte Paradigma die Existenz des Geistigen mehr und mehr schlichtweg leugnete (und damit immerhin die Unfähigkeit des Menschen, das Geistige zu erkennen, zugab) versteigt sich das neue Paradigma dazu, Geist, als Ursache alles Lebendigen, wissenschaftlich entdeckt und gar noch verifiziert zu haben: Der Wissenschaftler als Entdecker Gottes, der Mensch als - jetzt erst recht - geisterkennende Ausnahmeerscheinung und geistiges Zentrum des Universums!
Dabei liegt ein wirklich neues Paradigma auf der Hand:
Nicht mehr das Physische kann und muß die Quelle wissenschaftlicher Erkenntnis und technischer Entwicklung sein, sondern das Geistige selber!
Nicht mehr deduktive Erkenntnisgewinnung, sondern
induktive, reproduzierbare und nachweisbare Befragung der Nullpunktsenergie selbst ist der Schlüssel für wirklichen wissenschaftlich-technischen Fortschritt. Wir haben doch längst erkannt, daß die Natur viel weiser und intelligenter ist als wir. Fragen wir sie doch, wie sie sich neue Entwicklungen auf
allen Ebenen vorstellt!
Ein solches Paradigma wäre nicht nur revolutionär, es beinhaltete auch einen sehr entscheidenden Vorteil: Unser eigener Stellenwert würde wieder in den passenden Kontext zurückgeführt. Mehrere Jahrhunderte haben wir zu beweisen versucht, daß wir die Herren der Erde sind. Die mit verbissener Hingabe betriebene Konzentrierung auf die Erforschung allein des Materiellen war nichts anderes als der mißlungene Versuch, das göttlich-Geistige ein für allemal abzuschaffen. Nun bemerken wir langsam aber unaufhaltsam, daß der Geist der Erde schließlich Sieger bleiben wird.
Der Weltengeist ist uns selbstverständlich in
jeder Hinsicht überlegen, und schon gar nicht bedarf er, daß wir ihn wissenschaftlich ergründen. Er erlaubt uns aber, ja lädt uns ein, ihn zu kontaktieren, damit wir sein Werk, die Schöpfung, in
ihm angemessener Weise fortführen. Wenn wir als Grundlage wissenschaftlicher Forschung die ewige Weisheit in voller Absicht und Bewußtheit kontaktieren, werden wir auf einmal nicht mehr
gegen die Erde, sondern
mit ihr Entwicklungen vorantreiben. Wir würden uns dann allerdings nicht mehr als Beherrscher der Natur fühlen, aber wir würden ein wesentlich befriedigenderes Grundgefühl zurückerhalten: das des harmonischen Eingebettetseins, des Getragenseins, von Natur und Erde. Wir wüßten und fühlten plötzlich, daß wir eben nicht die Störenfriede sind, für die wir uns mittlerweile (in anthropozentrischer Selbstüberschätzung) halten, sondern daß wir uns gerade mit unseren Fähigkeiten und einer wirklich organischen Technik genauso in den größeren Sinnzusammenhang einfügen können wie alle anderen Lebewesen auch. Wir würden schlagartig lernen, Gaia zu respektieren und mit ihr zu kooperieren und könnten so wirklich Erfüllung - nicht nur in der Wissenschaft - finden.
Die Frage ist nur: konstruiert hier wieder jemand Utopia oder gibt es vielleicht Hoffnung für die baldige Realisierung dieser Weltanschauung? Können wir den Geist vielleicht doch ergründen, ihn wenigstens direkt kontaktieren und dadurch Entwicklungen harmonisch forcieren?
Wissenschaft im 21. Jahrhundert
Seit 1990 vermittelt Frau Prof. Gertje Lathan mit der NATHAL®-Methode eine außergewöhnlich reproduzierbare und erfolgreiche Methode, um den Weltengeist (nennen wir ihn ruhig in alter Vertrautheit aber mit neuem Vertrauen "Gott") jederzeit an jedem Ort zu kontaktieren und ihm darüberhinaus ganz neue Informationen zu entlocken. Hier soll nun von der außerordentlichen Leistungsfähigkeit dieser Methodik in bezug auf wissenschaftliche Forschung berichtet werden. Wenn auch Frau Prof. Lathan als Entdeckerin und Entwicklerin alle Ehre gebührt, möchte ich mich hier auf die Darstellung der Leistungen von Dr. Philippe Evrard beschränken, der nach Absolvieren des NATHAL-Trainings die außergewöhnliche Fähigkeit erlangte, jederzeit bei vollem Tagesbewußtsein jedwede gewünschte und zulässige Information aus höchster geistiger Quelle abzufragen. Dieser Abschnitt wird im wesentlichen über Philippe Evrards Leistungen berichten. Philippe Evrard selber steht dabei jedoch lediglich als Beispiel dessen, was mit Hilfe der NATHAL-Methode jeder interessierte, geistig offene und zur Selbstentwicklung bereite Mensch letztendlich erreichen kann.
Ich möchte in diesem Abschnitt gerne aus der objektiven in die subjektive Perspektive wechseln, weil es hier nicht nur um die Darstellung des wissenschaftlich Erreichten, sondern auch um meine persönlichen Erfahrungen mit dieser auch für mich ganz neuen Art Wissenschaft geht.
Vor drei Jahren meldete ich eine Erfindung zum Patent an, deren ganze Tragweite erst jetzt mehr und mehr sichtbar wird: Ich hatte entdeckt, daß der Wasserkefir (ein naher Verwandter des Milchkefirs) ein Polymer bildet, das bis dahin weltweit von niemandem technisch genutzt worden war. Die Erfindung führt daher zu einer Einführung eines ganz neuen Biorohstoffes. Aus dem möglichen Anwendungsspektrum sollen hier nur die wichtigsten Produkte genannt werden: Öko-Katzenstreu, Biokunststoffe, Ökodämmstoffe, Papierersatz und neue Verbandsmaterialien.
Die wissenschaftlich zu lösende Aufgabe war eigentlich recht einfach, erwies sich aber wegen der Eigenheiten der mikrobiellen Mischkultur "Wasserkefir" und der Eigenheit des Patentes als mit normalen Methoden sehr schwierig bis nicht lösbar: Der Wasserkefir benötigt zum Wachsen und zur Bildung des Polymers ursprünglich Zucker und Feigen. Hierdurch wäre jede Produktion so teuer geworden, daß die Realisierung der genannten Produkte von vornherein vereitelt gewesen wäre. Die Aufgabe bestand also darin, möglichst kostengünstige Ersatzstoffe für Feigen zu finden. Da die Patentanmeldung auf der Erstanwendung des Polymers beruht, gab es selbstverständlich weder wissenschaftliche noch technische Literatut zu diesem Thema.
Als Mikrobiologe waren mir natürlich die gängigen Methoden bekannt, um mit einer solchen "Black-Box"-Situation umzugehen. Ich probierte also während zwei Jahren alle möglichen preiswerten Ersatzstoffe aus, ohne jemals wirklich zum Erfolg zu kommen. Nach spätestens fünf Neuansätzen mit dem jeweiligen Ersatzsubstrat war kaum noch Wachstum und Polymerproduktion zu erkennen. Die hier beschriebene Situation ist ein Paradebeispiel für den zentralen Schwachpunkt unseres heutigen Paradigmas, der auch erklärt, weshalb wirkliche Neuentwicklungen bislang immer sehr lange dauern: Unsere Forschertätigkeit ist rein empirisch, d.h. auf Erfahrungen beruhend. Wenn wir vor einer ganz neuen Situation stehen, können wir selbstverständlich auf nichts zurückgreifen, das uns einen Hinweis gäbe.
Der normalerweise notwendige Weg hätte zwangsläufig darin bestanden, eine Unzahl von Versuchen durchzuführen, bei denen der Erfolg noch nicht einmal garantiert gewesen wäre. Dieses Vorgehen hätte sehr viel Personal, sehr viel Geld und sehr viel Zeit erfordert. Um rasch vorwärtszukommen, hätten sowohl reine "Black-Box"-Versuche, also immer neue Nährstoffe und Kombinationen davon (bei Kombinationen potenziert sich der Versuchsaufwand), als auch analytische Untersuchungen parallel durchgeführt werden müssen. So hatte ich bereits ernsthaft überlegt, mittels chromatographischer Methoden die Feigeninhaltsstoffe aufzutrennen und jeweils einzeln (und in Kombination!) auf ihre Wirksamkeit zu testen. Wenn wir zur Verdeutlichung einmal davon ausgehen, daß sich nur 10 Fraktionen (eine Fraktion ist ein bestimmter Anteil der Ausgangssubstanz) ergeben hätten, hätten sich allein hieraus 10 x 10, also 100 mögliche Kombinationen ergeben. Selbst wenn hierbei eine Kombination mit guter Wirksamkeit gefunden worden wäre, wäre damit die eigentliche Arbeit erst richtig losgegangen. In mühsamer analytischer Kleinarbeit hätten die geeigneten Fraktionen so weit analysiert werden müssen, daß jede einzelne Substanz bekannt gewesen wäre. Dann hätte jede identifizierte Einzelsubstanz erneut alleine und in Kombination auf Wirksamkeit untersucht werden müssen. Am Ende wäre klar gewesen, welche Stoffe oder Stoffgruppen für Wachstum und Polymerproduktion des Wasserkefirs verantwortlich sind.
Im allergünstigsten Falle wäre eine Substanz identifiziert worden, die als Reinsubstanz zu Spottpreisen erhältlich ist. Im wahrscheinlicheren Fall wäre die Arbeit aber noch nicht zu Ende gewesen. Jetzt wäre es nämlich darum gegangen, unter Zuhilfenahme der Literatur Pflanzen ausfindig zu machen - und selbstverständlich im Versuch erneut zu testen - die die gesuchten Substanzen ebenfalls synthetisieren, aber wesentlich preiswerter als Feigen gehandelt werden.
Falls alle diese Schritte zum Erfolg geführt hätten, wäre immer noch eine zweite wesentliche Hürde zu überwinden gewesen: die Optimierung der Polymerproduktion. Alle obengenannten Produkte stehen unter einem hohen Preisdruck; eine entsprechend preiswerte Herstellung wird sich also nur realisieren lassen, wenn auch der Rohstoff Zucker preiswert eingesetzt werden kann. Dies erfordert eine Verfahrensentwicklung, bei der so viel Zucker wie möglich in Polymer umgesetzt wird (in der Fachsprache mit "Ausbeute" bezeichnet). Der lange und aufwendige Weg wäre also erneut erforderlich geworden, wenn nicht die gefundene Ersatzpflanze zufällig auch noch eine Steigerung der Zuckerausbeute hervorgebracht hätte.
Ich glaube, daß aus dieser sehr kurzen Darstellung eines ganz deutlich wird: Die Lösung des an sich sehr einfachen Problems "preiswerte Wachstumsstoffe für eine kaum untersuchte Mikroorganismen-Kultur" hätte - bei von vornherein ungewissem Ausgang! - entweder sehr viel Zeit (3 bis 5 Jahre) oder sehr viel Geld (mindestens 10 Millionen DM) in Anspruch genommen. Daß wirkliche Neuerungen im Moment fast ausschließlich von den großen Konzernen kommen
können, ist schlicht und ergreifend systemimmanent.

Abb. 1: Verlauf von Ausbeute und Verdopplungszeit während der Optimierung des Kefirwachstums. Die Verdopplungszeit gibt an, in welchem Zeitraum sich das Wachstum eines untersuchten Parameters verdoppelt. Je kürzer die Verdopplungszeit, desto schneller das Wachstum. Die Senkung der Rohstoffkosten ergibt sich als Folge des Feigen-Ersatzstoffes und der Steigerung der Ausbeute.
Im Gegensatz dazu verlief die durch Philippe Evrard begleitete und initiierte Entwicklung so schnell, daß "sensationell" als Beschreibung nicht annähernd ausreicht. In nur 8 Wochen! hatten wir nicht nur (bei einer einzigen, nämlich meiner, Arbeitskraft; die Beratung durch Philippe Evrard nahm nie mehr als 30 Minuten täglich in Anspruch) den gewünschten Ersatzstoff identifiziert, sondern auch noch eine wesentliche Steigerung der Ausbeute (> 25%) und eine Reduzierung der Verdopplungszeit erzielt, was in einer Senkung der Rohstoffkosten um nahezu Faktor 20 resultierte (Abb. 1). Dies alles ist noch viel erstaunlicher, wenn man weiß, daß Philippe Evrard studierter Philosoph ist.
Philippe Evrard steht in permanentem Kontakt mit höchsten geistigen Quellen. Er ist Mittler zwischen den Welten, durch seine Hilfe konnte ich höchstes überpersönliches Wissen nutzen. Deshalb muß Philippe Evrard auch nicht auf seine persönliche Erfahrung zurückgreifen; Forschung kann jetzt plötzlich bar jeder Empirie aus einer Quelle erfolgen, die ohnehin schon alles weiß. Das gezeigte Resultat spricht für sich.
Philippe Evrard traf mit seinen Ratschlägen immer ins Schwarze. Er gab jeweils Sets verschiedener Versuchsanordnungen vor, unter denen sich immer mindestens ein Versuchsansatz befand, der das gewünschte Resultat – sei es rascheres Wachstum oder höhere Ausbeute oder beides – lieferte. Die empirische Vorgehensweise war also nicht ganz eliminiert. Offenbar bedarf es momentan noch eines Mindestmaßes an Empirie, um den Übergang zur rein induktiven Forschung harmonisch zu gestalten.
Besonders verblüffend waren Philippe Evrards Fähigkeiten, als er mir ohne Umschweife den Grund für ein beobachtetes Nachlassen des Kefir-Wachstums nannte. Sein Lösungsvorschlag lag völlig außerhalb aller von mir durch- und bedachten Möglichkeiten. Gerade deshalb stellte sich nach entsprechender Veränderung der Versuchsdurchführung spontan wieder sehr gutes Wachstum der Kultur ein. Dieses Beispiel führte mir besonders deutlich die Unzulänglichkeit normaler naturwissenschaftlicher Forschung vor Augen. Da wir naturgemäß nur ein begrenztes Spektrum möglicher Parameter mit Versuchen abdecken können, müssen wir bestimmte Randbedingungen von vornherein unberücksichtigt lassen. Möglicherweise bergen aber gerade die ausgeschlossenen Versuchsbedingungen die positivsten Überraschungen. Philippe Evrard schließt a priori überhaupt nichts aus und kann sich deshalb auch sehr ungewöhnliche bis – der normalen Erfahrung – sinnlos erscheinende Empfehlungen mitteilen lassen. In dem beschriebenen Fall wäre ich dem Phänomen vermutlich niemals auf die Spur gekommen, weil ich in Richtung der Empfehlung nicht im entferntesten gedacht hatte.
Durch Philippe Evrard findet der Geist ein Sprachrohr, mit dessen Hilfe jedwede denkbare (wie auch "undenkbare") technisch-wissenschaftliche Entwicklung ermöglicht und beschleunigt werden kann. Selbstverständlich können dabei nicht einzelne Stufen einfach übersprungen werden. So stellte sich beispielsweise heraus, daß auch die Reihenfolge seiner einzelnen Empfehlungen ihre Bedeutung hatte, um dem Kefir Schritt für Schritt besseres und preiswerteres Wachstum zu ermöglichen. Wenn die Kefirkultur nicht ausreichend Gelegenheit gehabt hätte, sich an die einzelnen Veränderungen anzupassen, hätte auch eine zu Anfang gegebene finale Empfehlung ihre Wirkung verfehlt. Aber nicht nur auf die Entwicklung des Kefirs, auch auf meine persönliche Entwicklung nahmen seine Empfehlungen Rücksicht. Anfänglich mußte ich bei manchen Ratschlägen innerlich schlucken, setzte sie aber im Vertrauen auf seine Fähigkeiten und mit genügend wissenschaftlicher Neugier dennoch um. Mehr und mehr nutzte ich dann auch meine eigene Kreativität und Intuition und stellte zu meiner Freude fest, daß sie seine Tips hervorragend ergänzte. So wurde durch unsere Zusammenarbeit aus uns beiden ein sehr harmonisches und effektives Team, in dem jeder seine Fähigkeiten optimal einsetzen konnte und kann. Ohnehin war ich als Wissenschaftler von Anfang an keineswegs ausgeschlossen, da Philippe Evrards Ratschläge immer im Dialog zwischen uns beiden entstanden. Ich mußte die richtigen Fragen stellen, um optimale Antworten zu erhalten.
Nachdem in diesem Pilotprojekt bewiesen wurde, daß induktive Wissenschaft jeder anderen Vorgehensweise in jeder Beziehung sehr deutlich überlegen ist, wird sich ihr Siegeszug nicht mehr aufhalten lassen. Es kommt jetzt lediglich darauf an, daß genügend Wissenschaftler schnell genug den Paradigmenwechsel innerlich vollziehen und wieder damit beginnen, wahrhaft wissenschaftlich zu arbeiten. Das 21. Jahrhundert wird das Zeitalter der induktiven Wissenschaft werden.
Der Weg zur induktiven Wissenschaft
Mehr und mehr setzt sich die Erkenntnis durch, daß wir mit unseren normalen Fähigkeiten, Begabungen und Sinneswerkzeugen nicht ausreichend für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewappnet sind. Dies trifft im besonderen Maße für die jetzt praktizierte Art wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung und Forschung zu. So gerne sogenannte Zukunftsforscher (und neuerdings sogar Zukunftsminister) uns ihre Visionen verkaufen möchten, so haltlos müssen ihre Vorhersagen in weiten Bereichen sein, weil sie für ihre Prognosen nicht mehr einsetzen können, als den menschlichen Verstand, der einzig und alleine für lineare Projektionen taugt. Daß die Welt und mithin die Zukunft nicht linear aufgebaut ist, wurde mittlerweile ausreichend belegt.
Das starre Festhalten am herrschenden Paradigma hat neben verständlichem Verteidigen der eigenen Position (die momentan den Broterwerb garantiert) vermutlich einen sehr viel tiefer liegenden Grund: den scheinbaren Verlust der oft so hart erarbeiteten wissenschaftlichen Identität. Wenn ich meine Forschung von einer übergeordneten, noch dazu wesentlich intelligenteren und weisheitsvolleren Instanz leiten lasse, bin ich dann als Wissenschaftler nicht überflüssig?
Die Antwort kann nur ein klares und deutliches "Nein!" sein. Wenn wir uns ansehen, was einen Wissenschaftler auszeichnet, so ist das neben seiner Neugier vor allem seine Kreativität. Kreativität fällt aber bereits wieder in den mystischen Bereich – kein Wissenschaftler vermag sie mit naturwissenschaftlichen Modellen zu erklären. Kreativität ist vor allem die Fähigkeit, neue und ungewöhnliche Ideen in sich wahrzunehmen und wirken zu lassen. Hiermit sind wir bei der Kernfrage: Bin ich als Mensch in der Lage, Ideen zu
erzeugen oder bin ich lediglich
Empfänger präexistenter Ideen, die unabhängig von mir entstanden? Stellt man Philippe Evrard diese Frage, so ist die Antwort eindeutig: Ideen sind eigenständige Gebilde, die unabhängig von uns Menschen existieren, aber nur von je bestimmten Menschen empfangen werden (können). Das aber bedeutet, daß jeder Wissenschaftler, ja jeder Mensch, auch jetzt schon permanent übergeordnete Instanzen nutzt, um erfolgreich zu sein. Mehr noch: wenn ich
bewußt höchste Instanzen um Rat frage, ist meine Beteiligung an der wissenschaftlichen Arbeit maximal, weil ich jetzt ganz direkt die Fragen stelle und beantwortet bekomme, die mir normalerweise über den Weg der Idee vermittelt werden. In diesen Prozeß muß ich mich wesentlich mehr einbringen als in die "deduktive" Forschung, weil die göttliche Instanz mit meiner
gesamten Person (nicht nur dem Wissenschaftler in mir) in Kontakt tritt. Induktive Wissenschaft verlangt wesentlich mehr von mir, und ich bin jetzt erst recht derjenige, der der Welt wirklich neue Erkenntnisse und Ergebnisse bringt. Bei genauer Betrachtung ist der Schritt zur induktiven Wissenschaft minimal bis nicht vorhanden, wenn endlich erkannt wird, daß die Erfindung der angeblich deduktiven Wissenschaft eine der größten Selbsttäuschungen der Menschheit war.
Um induktiv wissenschaftlich arbeiten zu können, ist wesentlich mehr notwendig als eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung: die Bereitschaft, mich einer Instanz unterzuordnen, die viel mehr will als mein Bestes, nämlich das Beste für den Gesamtorganismus Erde einschließlich aller hier lebenden Wesen. Die Fähigkeit, diese Instanz so befragen zu können, daß als Ergebnis wissenschaftlich verwertbare Informationen übermittelt werden, entwickelt sich erst nach intensiver Schulung und charakterlicher Veredelung durch die befragte göttliche Instanz selber. Künftige Wissenschaftler werden sich also vor allem durch den Mut auszeichnen, sich einer spirituellen, sehr befreienden Katharsis durch den Weltengeist selbst zu unterziehen. Als Belohnung können sie nicht nur sensationelle wissenschaftliche Ergebnisse vorweisen, sie werden auch ihre Individualität und persönliche Autonomie sehr viel freudvoller leben können – das Menschsein als solches erhält eine ganz neue, deutlich gesteigerte Qualität der Harmonie und des Glücks.
Der Weg zur induktiven Wissenschaft kann im Moment nur über die NATHAL-Methode erreicht werden, weil nur durch sie ein genügend intensiver Kontakt zum Göttlichen vermittelt wird. Normale Kreativitäts- und Intuitionstrainings reichen ebensowenig aus wie die kurzzeitige Hemisphärensynchronisation durch brain machines, weil diese unser Ego mit all seinen eingebauten Fallstricken nicht wirklich antasten. Erst wenn wir die Transformation unseres Ego zum göttlichen Ich zulassen (was uns gleichzeitig selbstbewußter und bescheidener werden läßt), erreichen wir eine energetische Stufe, auf der wir frei von allen Wünschen und Projektionen uns die Informationen übermitteln lassen können, die das Göttliche wirklich für uns bereithält. Dies zu erreichen ist keineswegs den Wissenschaftlern vorbehalten. Jeder Mensch, der das Abenteuer der spirituellen Schulung durch das Göttliche selber auf sich nimmt, kann Informationen erhalten, die alles bisher Bekannte in den Schatten stellen und dabei absolut jetzt schon umsetzbar sind. An der Schwelle zum nächsten Jahrtausend haben wir die nie dagewesene Chance einer Teilnahme jedes einzelnen Menschen am wissenschaftlichen Fortschritt unserer Gattung auf ganz individuelle Weise, weil der Wille zur persönlichen Entwicklung auf einmal wichtiger wird als institutionalisierte Ausbildung.
Wir sollten dieses große Abenteuer wahrer Wissenschaft auf uns nehmen, weil wir einen Auftrag haben, den schon John F. Kennedy, wenn wohl auch mit anderem Fokus, so treffend formulierte:
"Miteinander werden wir unsere Erde retten oder miteinander in den Flammen ihres Brandes umkommen. Aber retten können und retten müssen wir sie, und damit werden wir uns den ewigen Dank der Menschheit verdienen und als Friedensstifter den ewigen Segen Gottes."
Literaturangaben
Matthias Bröckers: Das sogenannte Übernatürliche. Von der Intelligenz der Erde – Aufbruch zu einem neuen Naturverständnis. Eichborn, 1998
Zeitschrift Kontext. Hrsg.: Grazyna Fosar, Franz Bludorf, Berlin, September 1998.
James Lovelock: Gaia: Die Erde ist ein Lebewesen. Heyne, 1996
raum&zeit, 18. Jahrgang, Nr. 100, 1999.
Über den Autor
Dr. Matthias Kleespies wurde 1963 in Münster/Westfalen geboren. Nach Abitur am Max-Planck-Gymnasium in Nürtingen studierte er von 1983 bis 1990 Biologie in Stuttgart. 1991 wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Schwerpunkt Umwelt-Mikrobiologie zum Forschungszentrum Jülich GmbH.
1997 Promotion zum Dr. rer. nat. an der Universität-Gesamthochschule Essen mit "summa cum laude".
1996 bis 1998 absolvierte Dr. Kleespies die gesamte NATHAL-Ausbildung. Dies versetzte ihn in die Lage, seine 1996 zum Patent angemeldete, mittlerweile patentierte und mit zwei Erfinderpreisen prämierte Erfindung so weit voranzutreiben, daß er 1998 die Euronia GmbH als geschäftsführender Hauptgesellschafter gründen konnte. Die Euronia GmbH entwickelt marktfähige Verbrauchsgüter aus dem Biopolymer des Wasserkefirs, die anschließend im Markt plaziert werden sollen.
Das gemeinsam mit Dr. Evrard durchgeführte Forschungsprojekt löste in Dr. Kleespies weitere Reifeprozesse aus, die ihn befähigten, mit Hilfe der NATHAL-Methode mittlerweile selbständig gezielt und zutreffend wissenschaftliche Informationen abzufragen.
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